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Altenbacher aktiv:

 

NABU

NABU Partheland

...ist hier bei uns auch zu Hause im wahrsten Sinne des Wortes: der stellvertretende Vorsitzende wohnt in Altenbach...

...die Vogelquartiere im Altenbacher Kirchturm werden vom NABU betreut.

 

...hier geht es zur Homepage und damit zu näheren Informationen:

 

www.nabu-sachsen.de

Aktueller Stand

 

In diesem Jahr waren die 4 Großnistkästen nicht nur gut vermietet - es stellte sich auch reichlich Nachwuchs ein. 15 Turmfalken und zwei Dohlen erblickten das Licht der Welt.

In den nächsten Tagen werden die Kästen in Leulitz winterfest gemacht, in Altenbach hat das die Familie Rotter bereits erledigt.

 

Auf der Streuobstwiese in Leulitz konnten wir reichlich Äpfel schütteln, die wir dann zum besten Bio-Saft der Welt verarbeitet haben. Den kann man dann gegen eine Spende bei uns bestellen.

 

Ebenso müssen alle Neupflanzungen der letzten Jahre noch mal durchkontrolliert werden. Da wird sicher so mancher Pflanzmast ersetzt werden. Leider wurde ein Ahorn dort massiv unten am Stamm verletzt (wahrscheinlich durch einen Trimmer) - wollen wir mal hoffen, dass der Baum die Wunde selbst verschließt...

 

 

 

Was auch mal gesagt werden muss....

 

Wenn einer eine Reise tut,

 

dann braucht er starke Nerven. Zumindest wenn er sich „auf die Bahn setzt“ und satte zwei Stunden Zugverspätung auf der Strecke Leipzig-Düsseldorf über Frankfurt/Main aussitzen muss. Und wenn man dann nach zwei verpassten Anschlusszügen von Frankfurt nach Düsseldorf den dritten ICE im Sprint zwar noch erreicht, aber die Türen verschlossen bleiben, dann kocht die Volksseele. Zu allem Überfluss hängt auch noch ein riesiges Plakat mit folgendem Text auf dem Bahnsteig: „Klar könnten wir schneller. Wollen wir aber nicht“. Hängt wirklich in Frankfurt, auch wenn damit nicht die Bahn wirbt. Unsensibler geht es nicht. Oder ist das schon Kabarett? Irgendwo stand dieser Tage zu lesen, dass der einzig pünktliche Zug in Deutschland der Rosenmontagszug sei. Und selbst der ist in letzter Zeit ausgefallen. Nun, die Wut der Reisenden müssen in der Regel die Angestellten vor Ort ertragen. Dabei sind die nun wirklich die falsche Adresse, denn sie sind nicht die Schuldigen an einem Fernverkehr, der mit Desaster noch vorsichtig umschrieben ist. Im Gegenteil – das Bahnpersonal vor Ort versucht geduldig, den Schaden noch irgendwie zu begrenzen. Ergebnis der ganzen Reise – beim nächsten Mal wird eher das Auto genommen. Schont die Nerven aber leider nicht die Umwelt. Dabei gibt es Länder in unmittelbarer Nähe, bei denen man mal nachfragen könnte, wie es denn anders ginge. Nehmen wir den Klassenprimus, die Schweiz. Da will man nicht Maximalgewinne auf Schienen abschöpfen, sondern sieht eher den Beförderungsauftrag, die Vernetzung der Regionen und den Umweltschutz. Um auf das verhältnismäßige Strecken-Niveau der Schweiz zu kommen, müsste nach Angaben des Instituts für Wirtschaftsförderung das deutsche Eisenbahnnetz sofort um 25.000 Kilometer erweitert werden. Oha, da fährt der deutsche Zukunftszug aber voll in die falsche Richtung, denn die Bahn hat in den letzten Jahrzehnten 15.000 Kilometer abgebaut. Und seit 1994 wurde die Anzahl der Kreuzungen und Weichen von damals etwa 130.000 auf nun ca. 70.000 fast halbiert, was Überhol- und Ausweichmöglichkeiten stark einschränkt. In den Punkten sind wir wahrlich weltmeisterlich, ebenso bei den Verspätungen. Umdenken? Dieser Zug fällt sehr wahrscheinlich aus oder verspätet sich um unbekannte Zeit.

 

Aber nicht nur der Fernverkehr steht in der Kritik. Der schienengebundene Regionalverkehr ist zwar insgesamt deutlich pünktlicher, aber dafür viel zu teuer, um eine ernsthafte Alternative zum Auto darzustellen. Solange man kurzentschlossen und allein mit der S-Bahn von Wurzen nach Leipzig und zurück fährt, mag es sich mit 12 Euro noch rechnen. Aber ist man da zu zweit unterwegs, kostet der Spaß dann schon mal 24 Euro. Und die Tarifsysteme der unterschiedlichen Anbieter von Bahn, Bus und Straßenbahn muss man auch erst einmal fehlerfrei verstehen. Da klappert dann schon mal der Autoschlüssel. Ein einheitlicher Tarif – wie das 9 Euro-Ticket – ist ein Lösungsansatz, hat aber auch gezeigt, dass die Bahn gegenwärtig nicht annähernd auf steigende Passagierzahlen eingestellt ist.

 

In Sachen Nahverkehr könnte man in Wien anfragen – die wissen, wie es geht. Dort käme man nur einmal als Tourist auf die irre Idee, mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Das ist unbezahlbar. Aber der Nahverkehr ist geradezu spottbillig und vor allem bestens ausgebaut. Fahrpläne braucht man nicht. Nur steht hier in Deutschland zu fürchten, dass man erst das Fahren mit dem Auto unmöglich macht, um sich danach mit dem Nahverkehr zu beschäftigen. Da steht noch viel Arbeit ins Haus und mit „man sollte“ und man müsste“ kommt kein Zug pünktlich an. Die Privatisierung der Bahn und die Konzentration auf den lukrativen Fernverkehr mit allen Folgen war unbestritten ein Fehler. Wer „A“ sagt, muss aber nicht zwangsläufig „B“ sagen - der kann auch erkennen, dass „A“ falsch war (steht so in einem Sportstudio). Dazu braucht man aber Strategen (Strateginnen?), die nicht nur bis zur nächsten Wahl denken. Denn wie sagte doch Olaf Schubert so schön: „Wenn man den Garten düngen will, reicht es nicht, durch den Zaun zu furzen“...

 


 


 

 

 

 

 

 

...und wer es noch nicht kennt:

 

Fledermausnacht - die Batnight im August in unserer Nähe!

www.nabu.de

  

oder die Stunde der Gartenvögel im Mai

www.nabu.de

 

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