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Altenbacher aktiv:

 

NABU

NABU Partheland

...ist hier bei uns auch zu Hause im wahrsten Sinne des Wortes: der stellvertretende Vorsitzende wohnt in Altenbach...

...die Vogelquartiere im Altenbacher Kirchturm werden vom NABU betreut.

 

...hier geht es zur Homepage und damit zu näheren Informationen:

 

www.nabu-sachsen.de

Baumschnittseminar

Leider mussten wir in diesem Jahr unsere Obstbaumschnitt-Seminar ausfallen lassen. Wir hoffen aber, dass wir das nachholen können. Bis dahin pflegen wir die Streuobstwiese Zeititz in "Ein-Personen-Einsätzen". Extra dafür angeschafft - zwei Sensenbäume aus Birkenholz, die in Sachsen "handgeschnitzt" wurden. Die Sensenblätter sind gedengelt und geschärft. Wenn nun nur noch der Benutzer den richtigen Schwung hin bekäme...Aber er übt und hofft auf Besserung!

 

 

 

 

 

Was auch mal gesagt werden muss....

 

Narzissen am Grab

 

 

Narzissen oder Grabkerzen an der letzten Ruhestätte sind weder ungewöhnlich, schon gar nicht verboten. Oder doch? Dazu später mehr, denn vorab ein Schwenk zurück auf den letzten Textbeitrag, der sich u.a. mit der ungehemmten Ausbreitung des Menschen als mögliche Pandemieursache beschäftigte. Kurz nach Druck des Beitrages vermeldete Australien, dass man im „beanspruchten“ Gebiet der Antarktis eine ganzjährig nutzbare, asphaltierte Landebahn für Großflugzeuge bauen will. Umweltschützer sind entsetzt und fürchten einen zunehmenden Tourismus in dieser noch weitestgehend unberührten Region. Noch größere Bedenken erzeugt die Mitteilung, dass Deutschland im Rahmen eines europäischen Forschungsprojektes den Manganabbau in der Tiefsee prüft. Dabei hat der Bergbau schon an Land unzählige Wunden gerissen und Risiken wie z.B. instabile Senkungsgebiete geschaffen (jüngste Beispiele Knappensee und Neuseenland Leipzig). Wird da mit diesem Projekt nicht schon wieder an der Büchse der Pandora geschraubt? Um die ungebremste Ausbreitung der Menschen zu dokumentieren, müssen wir jedoch nicht mal das eigene Land verlassen. In Deutschland werden täglich 56 Hektar für Siedlung und Verkehr versiegelt. Dass sind stattliche 82 Fußballfelder. Das nächste Beispiel führt in unsere Region, womit wir zurück bei der Überschrift wären. Die Bestattungskultur in Deutschland ist schon immer recht vielfältig. Einzelgrab, Grüne Wiese, anonyme Bestattung, Seebestattung und einige Sonderformen. Seit 2001 ist die letzte Ruhestätte auch in einem Friedwald (oder Ruheforst o.ä.) möglich. Dieser Trend hat nun auch unsere Region erreicht. Friedwald – Friede im Wald? Was sich wie eine schöne Idee liest, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen zumindest als problembeladen. Denn Wald ist schon mal nicht richtig – Friedpark wäre eher treffend, denn es wird das Unterholz entfernt, dazu viele Wege sowie Flächen für die Trauerfeier und Parkplätze angelegt. Wenn so ein „Wald“ auf einer bis dato brachliegenden Industriefläche oder auf bisher für Raps & Co intensiv genutzten Flächen neu entstehen würde, wäre die Sache sogar durch die Umweltbrille betrachtet eine gute. Vielleicht auch noch im Straßenrandbereich eines Waldes. Doch wenn in einem der waldärmsten Gebiete Sachsens ein „Friedpark“ mit der satten Größe von ca. 94 Fußballfeldern (66 Hektar!) mitten in einem Wald entsteht, zu dessen Parkplatz man noch einen ganzen Kilometer durch den Wald fahren muss, stimmt das mehr als bedenklich. Und so treffen sich jetzt im Planitzwald bei Bennewitz statt 10 Wanderer schon mal 20 Autos (natürlich nicht täglich). Ein weiteres Problem ist das Verhalten der Hinterbliebenen. Der Betreiber hat zwar sehr deutliche Regelungen zum Verhalten sichtbar aufgehangen, doch trotz aller Kontrolle kommt es immer wieder zu Verstößen. Im letzten Hochsommer (!) haben wir Grabkerzen (abgebrannt im Plastikbehälter) entfernt und gerade erst jetzt nach Ostern am Baumstamm gepflanzte Narzissen entdeckt. Alles am Wegesrand, ohne gezielte Suche. Und genau solche Dinge sind eigentlich strengstens untersagt. Der Betreiber kann für das Fehlverhalten einiger Besucher nicht verantwortlich gemacht werden und er kämpft auch dagegen an. Trotzdem wird dieser „Wildwuchs“ mit intensiverer Nutzung des Areals zunehmen. Nun ist die Sache mit dem Friedhof im Planitzwald durch und für die nächsten Jahrzehnte zementiert. Vielleicht könnte man damit auch noch leben, wenn nicht schon die nächsten Friedwälder in Planung wären. So soll nach dem Willen eines privaten Waldbesitzers ein „Ruhewald“ bei Zschepplin entstehen. Bei allem Verständnis für das Bestreben der Waldbesitzer, in sehr mauen Zeiten – Sturmschäden, Trockenheit, Schädlingsbefall – dem Wald Gewinn abzutrotzen, sollte dies mit Augenmaß und unter Berücksichtigung örtlicher Gegebenheiten erfolgen. Auch und vor allem unter dem Aspekt der Naturerhaltung. Und es stellt sich auch die Frage, ob man nun jeden Trend unbedingt und überall bedienen muss. Man muss ja glatt annehmen, dass – wenn wir schon immer im Wald beerdigt hätten – der allerneueste Schrei wäre, die Leute in der Stadt zu Grabe zu tragen. Man würde das dann „Friedhof“ nennen…

 

 

 

 

 

 

 

...und wer es noch nicht kennt:

 

Fledermausnacht - die Batnight im August in unserer Nähe!

www.nabu.de

  

oder die Stunde der Gartenvögel im Mai

www.nabu.de

 

Hintergrundbild:

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