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Altenbacher aktiv:

 

NABU

NABU Partheland

...ist hier bei uns auch zu Hause im wahrsten Sinne des Wortes: der stellvertretende Vorsitzende wohnt in Altenbach...

...die Vogelquartiere im Altenbacher Kirchturm werden vom NABU betreut.

 

...hier geht es zur Homepage und damit zu näheren Informationen:

 

www.nabu-sachsen.de

Aktueller Stand

Leider mussten wir im letzten Jahr 2021 unsere Obstbaumschnitt-Seminare ausfallen lassen. Wie alle Veranstaltungen mit Bürgerbeteiligung. Wie aber soll denn Naturschutz ohne unsere Mitmenschen funktionieren? Am Bildschirm? Zu Hause am Schreibtisch? Raus aus der Hütte und schauen, was gerade passiert! Nur so verstehen wir, dass sich der Wind gerade mächtig dreht. Wieder mal der nächste wärmste Winter aller Zeiten. Vielleicht zwei Frostnächte in einem ganzen Winter ohne Schnee. Und trotzdem wird der Klimawandel als Lüge bezeichnet! Trotz ungewöhnlichen Sturms  bis hin zum Orkan seit Wochen!

 

Und was geben wir unseren Kindern mit?

Der Sturm - na ja, der ist natürlich Obermistfurzkacke. Dafür ist es schön warm im Januar und Februar. So huschelige 17 Grad. Aber einen Tod muss man ja sterben. Dann doch lieber den Tod mit der Wärme. Und gegen das Borkenkäfer-Mistviech wird es doch sicher irgendwann ein Spray geben, oder? Wenn nicht, dann sicher eine App. Oder einen Influencer. Ist das überhaupt geschlechtermäßig gesehen korrekt? Wo bleibt denn da die Influencerin?

 

Wer jetzt noch den Klimawandel in Frage stellt, muss sich nicht wundern, wenn sich morgen früh im Kühlschrank neben ungenießbaren Pommes vom Discounter der Schimmel eingenistet hat. Es sei denn, man hat an den jetzigen Umständen kräftig Kohle gescheffelt. Da liegt schon mal Trüffel in der Hütte.

 

Es ist schon bemerkenswert, wie wir die sich rasant ändernden Umweltbedingungen als normal und vor allem als beherrschbar hinnehmen...

 

 

 

 

 

 

Was auch mal gesagt werden muss....

 

Leerflüge

Wissen Sie, was Leerflüge sind? Nun, das ist keine kabarettistische Umschreibung des dramatischen Rückganges bei nahezu allen Vogelarten. Durch intensive Landwirtschaft und Flächenversiegelung sind die meisten Bestände inzwischen ordentlich gerupft worden. Stellvertretend drei Beispiele: Feldlerche minus 36%, Kiebitz minus 80% und beim Rebhuhn sind es unglaubliche minus 94% (seit ca. 1980). Der Prozess ist ein schleichender, einer, den man nicht so richtig wahrnimmt. Und umso nachdrücklicher und unumkehrbarer vollzieht sich der Rückgang in der Vogelwelt. Die Auswertungen der Bestandsvergleiche zwischen 1980 und 2016 ergaben einen Gesamtrückgang nur der Feldvögel von 40 Prozent. Allein in Deutschland. In der EU sind es noch traurigere 56 Prozent. Es wird also zunehmend stiller über den Feldern. Aber auch die Felder selber schwinden mehr und mehr. Gegenwärtig werden allein in Deutschland zwischen 50 und 75 Hektar Fläche versiegelt. Pro Tag! Das sind so etwa 100 Fußballfelder. Schon heute dürften es aber eigentlich nur ca. 30 Hektar sein. Wieder ein Ziel nicht erreicht. Macht nix – wir verlängern die Vorgabe bis 2030. Wer die Regenwaldabholzung in Brasilien anprangert, muss zwingend auch mal im eigenen Lande den Finger heben. Aber zurück zur Frage – Leerflüge. Da haben wir zum Beispiel die Flugbereitschaft der Luftwaffe, die nach wie vor zwischen Bonn und Berlin hin- und herfliegt. Könnte ja mal ein Politiker einsteigen. Macht aber kaum einer. In 13 Monaten saß bei 78% der Flüge nur die Crew im Cockpit. Bei einer Gesamtzahl von 431 Flügen zählte man 336 Leerflüge, die dann als Trainingsflüge umschrieben werden. Gruselig! Es geht aber noch irrer. Allein die Lufthansa wird wohl im aktuellen Winterflugplan geschätzte 18.000 Leerflüge absolvieren. Bis Ende März! Warum? Weil die Lufthansa sonst die Slots verliert, also die Zeitfenster für die Starts und Landungen in den begehrten Hauptflugzeiten Vormittag und Nachmittag. Angeblich wären es keine Leerflüge – es säßen neben beziehungsweise hinter der Crew schon mal ein paar Passagiere in der Kiste rum. Aber die Lufthansa ist nicht die einzige Fluggesellschaft an unserem Himmel. Die anderen Airlines werden da sicher nicht tatenlos zuschauen – sondern auch ordentlich mehr oder weniger leer mitfliegen. Wieder stellen sich die Umwelt-Nackenhaare auf! Derweil schieben sich wechselseitig EU und die Airlines den „Schwarzen Peter“ zu. Verlierer dieses Pokerspiels ist die Umwelt. Also hängen die Leerflüge der Airlines doch irgendwie mit den „Leerflügen“ in unserer Vogelwelt zusammen.

Davon kann sicher auch der Vogel des Jahres – der Wiedehopf – ein Liedchen singen. Der imposante Vogel mit seiner markanten Kopfhaube, die er nach der Landung aufrichtet, liebt insektenreiche Flächen. Und die gibt es nun mal nicht in der Nähe von Flughäfen. In Sachsen ist er selten zu sehen, denn er liebt die wärmeren Gegenden in Deutschland. Aber auch dort hat er große Probleme mit der Einengung seines Lebensraumes und steht somit auf der „Roten Liste“. Welcher Vogel steht inzwischen eigentlich nicht auf dieser? Es gibt Schätzungen, das uns jährlich etwa 25 Millionen Zugvögel verlorengehen. Da muss man keinen Horrorfilm sehen, um sich ordentlich zu gruseln…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...und wer es noch nicht kennt:

 

Fledermausnacht - die Batnight im August in unserer Nähe!

www.nabu.de

  

oder die Stunde der Gartenvögel im Mai

www.nabu.de

 

Hintergrundbild:

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